1886

Für die katholische Antoniuskirche werden neue Altäre gefertigt. Das Kreuz des ehemaligen Hochaltares erinnert noch 2008 in der dritten Antoniuskirche an die Gemeindemissionen und Opfer der beiden Weltkriege.

 

1886

Baubeginn für neue Stadtteile und Straßen. Das Wasserwerk und die Badeanstalt in der Kleinen Flurstraße entstehen.

 

10.07.1886

„Spatenclub“ durch Bürger Oberbarmens mit dem Ziel gegründet, dass ein Zentralbahnhof Barmen-Rittershausen für ganz Oberbarmen (Barmen-Ost) gebaut wird.

 

1887

Dem ersten Treffen der Oberbarmer und Heckinghauser Fechtclubs, deren Hauptaufgabe das Sammeln von Geld für Waisenhäuser unter Mithilfe des Fechtens ist, im Lokal Halbach folgt ein Jahr später die Gründung des Oberbarmer Turner-Bundes (OTB), der jedoch stets ein Heckinghauser Verein bleiben wird.

 

November 1887

Vorwerk & Sohn zieht vom Krautsberg in das neue Gebäude an der Ecke Kohlgartenstraße/Kleiner Werth um, so dass die beiden Vorwerk-Brüder räumlich getrennt agieren.

 

10.03.1888

„Der General-Anzeiger“ berichtet, dass die Wupper über ihre Ufer getreten ist und auf den Straßen in der flussnahen Elberfelder Innenstadt ein Verkehrschaos ausgebrochen ist. Der Pferdebahnverkehr nach Barmen ist nur noch durch Königs- und Herzogstraße möglich.

 

29.04.1888

Eröffnung des Toelleturms als Aussichtsturm, der nach dem Barmer Fabrikanten Ludwig Ernst Toelle und dessen Familie, die 15.000 Mark gestiftet hat, benannt ist.

 

30.05.1888

Grundsteinlegung zur zweiten Antoniuskirche.

 

10.08.1888

Der „General-Anzeiger“ (Wiedergabe WZ, 20.08.1997 und 22.09.1997) berichtet: „Eine Drahtseilbahn, wenn auch nur in kleinerem Maßstabe, wird gegenwärtig von der Barmer Teppich-Fabrik des Herrn Vorwerk in der Carolinenstraße angelegt, um den Verkehr mit den tiefer in der Mühlenstraße gelegenen Geschäftsräumen zu vermitteln. Die Entfernung beträgt 92 Meter.“

 

1889

Einführung der elektrischen Beleuchtung in Barmen.

 

1890

Nach der Auspfarrung aus St. Antonius entsteht in Rittershausen (heute: Oberbarmen) die neue Katholische Kirchengemeinde St. Johann Baptist, die auch für Wichlinghausen zuständig ist.

 

1890

Hochwasserkatastrophe im Tal der Wupper.

 

1890

Baubeginn für das Gymnasium Bleicherstraße.

 

1890

Eröffnung der Eisenbahnstrecken Rittershausen – Langerfeld – Rauental – Ronsdorf, Rittershausen – Langerfeld – Wichlinghausen (Verbindungsbogen).

 

01.05.1891

Der Mütterverein der Katholischen Gemeinde St. Antonius eröffnet unter Leitung von Schwestern vom Orden des Heiligen Karl Borromäus eine Kinderbewahrschule, einem Vorgänger des späteren Kindergartens.

 

26.03.1892

Gründung der Barmer Bergbahn AG.

 

1893

In Köln stirbt Weihbischof Johann Anton Friedrich Baudri, von 1834 bis 1843 Pfarrer in Barmen. Während des Kulturkampfes vertritt er den im Exil lebenden Kölner Erzbischof, u.a. bei der Fertigstellung des Domes.

 

1893

St. Johann Baptist in Oberbarmen und Wichlinghausen wird aus St. Antonius ausgepfarrt und eigene katholische Pfarrei.

 

1893

Für das geplante katholische Krankenhaus an der Carnaper Straße wird ein Bauverein gegründet.

 

1894

Eröffnung des Barmer Krankenhauses an der Ecke Kleiner Werth/Bachstraße.

 

29.01.1894

Eröffnung des städtischen Barmer Schlacht- und Viehhofes.

 

03.03.1894

Die Barmer Juden erhalten das Recht zur Gemeindebildung.

 

10.04.1894

Eröffnung der Kleinbahn vom Toelleturm über Lichtscheid nach Ronsdorf.

 

16.04.1894

Eröffnung der Barmer Bergbahn, erste elektrische zweigleisige Zahnradbahn der Welt, zwischen Clef und Toelleturm.

 

08.05.1894

Eröffnung der Barmer Handwerker- und Kunstgewerbeschule auf der Gewerbeschulstraße.

 

10.07.1894

Bernhard Letterhaus, Widerstandskämpfer, wird in Barmen geboren.

23.07.1894

Bernhard Letterhaus (10.07.1894–14.11.1944), KAB-Sekretär, Landtagsabgeordneter der Zentrumspartei und Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus, wird in der katholischen Kirche St. Johann Baptist getauft.

 

01.09.1894

Eröffnung der ersten Straßenbahnteilstrecke vom Barmer Theater über die Clefer Straße (Umstiegsmöglichkeit in die Bergbahn) nach Heckinghausen.

 

Oktober 1894

Junge Fehmlinde, Spross eines Dortmunder Baumes, in den unteren Barmer Anlagen gepflanzt.

 

05.12.1894

Kurt Budde, Komponist, wird in Barmen geboren.

 

1895

Einweihung des Ludwig-Ringel-Denkmals im nach dem Förderer benannten Ringeltal in den oberen Barmer Anlagen.

 

1895

Zweigleisiger Ausbau der Rheinischen Eisenbahnstrecke.

 

16.01.1895

Der Christliche Verein junger Männer Immanuel weiht sein Jugendhaus auf dem Grundstück Untere Lichtenplatzer Straße 8 ein. Die Einweihung des umgebauten Vorderhauses erfolgt am 30.03.1913.

 

08.11.1895

Die Barmer Straßenbahn nimmt ihren Betrieb vom Alten Markt über Westkotten und Wichlinghausen nach Beckacker und nach Heckinghausen auf.

 

20.03.1895

Grundsteinlegung zum Bau der Barmer Stadthalle.

 

1896

Adolf Vorwerk errichtet am Lichtenplatz einen Filialbetrieb vonVorwerk & Sohn.

 

25.01.1896

Die Pferdestraßenbahn von Rittershausen, Schwarzbach nach Westende stellt ihren Betrieb ein.

 

26.01.1896

Betriebsaufnahme der elektrischen Straßenbahn Rittershausen (Schwarzbach) – Westende und Tannenbergstraße – Gabelpunkt. Ab 05.02.1896 Verlängerung bis Sonnborn.

 

04.06.1896

Peter Meisloch, Dechant der katholischen Kirche und seit 1843 Pfarrer an St. Antonius in Barmen, stirbt und wird auf dem Friedhof Soldauer Straße beigesetzt. Während seiner Amtszeit wird Barmen zur Großstadt, wächst die Zahl der Katholiken von 4.000 auf 20.000 an.

 

18.07.1896

Gründung des Kraft-Sport-Vereins (KSV) 1896 Wuppertal als Barmer Ring- und Stemmclub in einem Lokal in der Dickmannstraße. Weitere zwischenzeitliche Namen: Verein für Körperpflege, Kraft-Sport-Verein Barmen.

 

22.07.1896

Karl August Felix Seché wird Nachfolger von Peter Meisloch als Pfarrer von St. Antonius.

 

23.11.1896

Gründung der Sektion Barmen des Deutschen Alpenvereins. Späteres Domizil im Höfen.

 

1897

Das von Ernst von Eynern und Sohn Max geleitete Handelsunternehmen Friedrich von Eynern & Söhne wird liquidiert. Später verdrängen chemische Farbstoffe die Naturfarbe Indigo.

 

1900 

Neuer Nachbar für Pauluskirche: „Königliche Baugewerkschule“.

 

1900

Die Katholische Kirchengemeinde St. Antonius baut das Petrus-Krankenhaus.

 

18.01.1900

Enthüllung des Bismarck-Denkmals in Barmen.

 

17.02.1900

Neues Gebäude der Gesellschaft „Concordia“ in Barmen eingeweiht.

 

19.04.1900

Eröffnung der „Preußischen Höheren Fachschule für Textilindustrie“ in Barmen.

 

15.05.1900

Eröffnung der Schule in der Germanenstraße.

 

18.05.1900

Carl Biebighäuser, Räuberhauptmann, in Barmen gestorben.

 

Juni 1900

Gründung des „Bergischen Turnerbundes Beyenburg 1900“.

 

20.06.1900

Enthüllung des Emil-Rittershaus-Denkmals in den Barmer Anlagen.

 

16.09.1900

Gründung der Feuer- und Wasserwehr Beyenburg

 

24.10.1900

Einweihung der Barmer Ruhmeshalle.

 

1901

Die Barmer Feuerwehr bezieht die neue Wache am Heidter Berg 10. Voraussetzung war der Bau einer entsprechenden Brücke über die Wupper zur Anbindung an die Barmer Innenstadt.

 

1901

Eröffnung des Hut- und Mützengeschäftes Hammer-Kemper.

 

1901

Eröffnung des Möbelhauses Welteke.

 

17.02.1901

Kurt Herberts, Unternehmer und Förderer von Kunst und Wissenschaft, in Barmen geboren.

 

21.04.1901

Einweihung des Petruskrankenhauses an der Carnaper Straße. Der Name nimmt Bezug auf Pfarrer Peter Meisloch, der von 1843 bis 1896 an St. Antonius gewirkt hat. 1926 folgt die Gründung einer Pflegeschule.

 

01.11.1901

Einweihung der Volksschule in der Kleestraße.

 

05.11.1901

Einweihung der evangelischen Schule in der Dieckerhoffstraße.

 

1902

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Wallbrecken.

 

1902 

Gründung der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik (in Barmen).

 

1902

Die W. Schüller & Sohn GmbH nimmt das Fabrikensemble an der Ecke Wiescherstraße/Marienburger- und Königsberger Straße in Betrieb und vermietet Bandstühle an selbstständige Bandweber.

 

1902

Gründung des TuS Grün-Weiß Wuppertal durch Zusammenschluss der Vereine TSK 02 und Tura Barmen.

 

25.03.1902

Vernichtung des Barmer Stadttheaters im Fischertal durch einen Großbrand.

 

15.04.1902

Eröffnung des Kur- und Schwimmbades auf der (Friedrich-Engels- Allee in Barmen.

 

28.04.1902

Enthüllung eines Denkmals für Otto Schüller, 1. Vorsitzender des Barmer Verschönerungsvereins, in den Barmer Anlagen.

 

01.05.1902

Gründung der Wach- und Schließgesellschaft Elberfeld-Barmen, eines der ältesten Bewachungsunternehmens in Deutschland.

 

01.07.1902

Eröffnung der Orthopädie-Schuhmacherei Königsmark in Barmen.

 

01.08.1902

Otto Schmidt, Wuppertaler Oberbürgermeister, Landes- und Bundesminister, in Köln geboren.

 

10.09.1902

Einweihung der evangelischen Volksschule in der Liegnitzer Straße zu Wichlinghausen.

 

29.09.1902

Kurt Lißmann, Komponist, wird in Elberfeld geboren.

 

03.11.1902

Gründung der Metallgießerei Ernst Beckmannshagen in Langerfeld.

 

10.12.1902

Gründung des Rotter Bürgervereins.

 

15.12.1902

Gründung des Niederrheinischen Vereins für Luftschifffahrt (Sektion Wuppertal) in Barmen.

 

1903

Der Barmer Heinrich Fischer beginnt mit dem Bau von Automobilen, den so genannten „Fischer-Typen“.

 

1903

Die Unterbarmer Katholiken werden aus St. Antonius ausgepfarrt und eigene Gemeinde Herz Jesu.

 

1903 

In Unterbarmen wird die katholische Herz-Jesu-Kirche geweiht.

 

1903

Gründung der Barmenia-Versicherungen.

 

1903

Gründung des Dachdeckerbetriebes Brüninghold in Barmen.

 

19.01.1903

Gründung der Lederwarenfabrik Rehse in Barmen.

 

01.02.1903

Gründung der Maschinenfabrik Linde in Barmen.

 

19.03.1903

Hellmut Vits, Vorstandsvorsitzender der Glanzstoff AG, in Barmen geboren.

 

27.06.1903

Mit Inbetriebnahme des Abschnitts Kluse – Rittershausen ist die Schwebebahn durchgehend befahrbar und fertig.

 

18.07.1903

Enthülllung eines Denkmals für Friedrich Wilhelm Dörpfeld in den oberen Barmer Anlagen.

 

23.07.1903  

Gründung der „Vereinigung der Freunde der Stadtbibliothek Wuppertal“.

 

 

13.09.1903

Eröffnung der Buchhandlung Emil Müller in Barmen.

 

21.09.1903

Karl Winnacker, Chemiker, wird in Barmen geboren.

 

10.10.1903

Straßenbahneröffnung der Strecke Alter Markt – Schlachthof Barmen.

 

10.11.1903

Konsekration der Herz-Jesu-Kirche in Unterbarmen.

 

10.03.1904

Gründung der Firma Arti, Holzlacke und Beizen, in Langerfeld

 

08.05.1904

Gründung des Heidter Bezirksvereins, der sich fast 100 Jahre später in Heidter Bürgerverein umbenennt, in Barmen.

 

15.09.1904

Einweihung der Volksschule in der Emilienstraße.

 

03.10.1904

Einweihung der evangelischen Volksschule in der Eichenstraße auf dem Rott.

 

05.11.1904

Adolf Röder, Maler, Grafiker und Galerist, in Barmen geboren.

 

1905

Der Betrieb der Vorwerk & Sohn-Tochter Barmer Spitzen-Industrie GmbH wird auf den Lichtenplatz verlegt.

 

1905

Der Katholische Arbeiterverein Barmen-Mitte wird gegründet und später in Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Sankt Antonius umbenannt. Eigene Vereine gab es in den Gemeinden Herz Jesu und Sankt Marien auf dem Sedansberg.

 

1905

Gründung der Langerfelder Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes.

 

05.05.1905

Gründung des Bestattungsunternehmens Zocher in Elberfeld.

 

09.05.1905

Zu Ehren des Dichters Friedrich Schiller wird eine Schillerlinde in den oberen Barmer Anlagen gepflanzt.

 

30.09.1905

Einweihung des neu erbauten Barmer Stadttheaters.

 

01.10.1905

Eröffnung der Gewerblichen Schulen in Barmen.

 

05.11.1905

Gründung der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) der Pfarrgemeinde St. Antonius in Barmen.

 

14.12.1905

Adolf Rott, Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter, wird in Barmen geboren.

 

1906

Gründung der Druckerei Klaus Asmus in Barmen.

 

01.05.1906

Eröffnung der evangelischen Volksschule „In der Fleute“ in Langerfeld, heute städtische Grundschule.

 

1907

Die Stadt Barmen wird Alleinaktionär der Barmer Bergbahn AG. Die BBAG übernimmt Straßenbahnstrecken in Cronenberg.

 

1907

Mit 158.462 Einwohnern rangiert Barmen auf Platz 29 von 42 Großstädten in Deutschland. Auf 10.000 Einwohner kommen 1.569 Textilarbeiter, damit liegt Barmen hinter Plauen mit 2.275 Textilarbeitern auf Platz 2, während Elberfeld mit 733 Textilbeschäftigten Platz 6 belegt.

 

01.02.1907

Gründung der Gerüstbaufirma Steingrüber.

 

05.03.1907

Ferdinand Ziersch, Industrieller und Kunstsammler, wird in Barmen geboren.

 

01.05.1907

Schwestern vom Orden der Augustinerinnen ziehen in das Klostergebäude in Beyenburg.

 

15.06.1907

Gründung des Schwimmvereins „Freie Schwimmer 07“.

 

30.06.1907

Erich Mittelsten Scheid, Gesellschafter der Firma „Vorwerk & Sohn“, wird in Barmen geboren.

 

19.10.1907

Eröffnung des Bismarckturmes auf der Hardt.

 

1908

Bau eines Kinderheimes Schalksmühle durch den „Barmer Verein für Ferienkolonien“.

 

1908

Der Kunstmaler Heinrich Nüttgens beginnt mit der Ausmalung der katholischen Antoniuskirche. Die farbigen Vorlagen dazu hängen später im Sitzungszimmer des Pfarrhauses im Unterdörnen 137.

 

1908

In Düsseldorf wird Wilhelm Zündorf geboren. Er ist von 1954 bis 1968 Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Antonius und wesentlich an der Planung und am Baubeginn der heutigen Kirche beteiligt. Er setzt sich als Wuppertaler Stadtdechant besonders für die katholischen Schulen ein.

 

1908

Gründung des „BSW-Männerchor Flügelrad Wuppertal 1908“.

 

19.02.1908

Gründung der Frischauf-Matrazenfabrik Walter Tusch in Barmen.

 

01.05.1908

Gründung der Firma Paul Flüss, Werkzeugbau, in Beyenburg.

 

14.06.1908

Einweihung des Schwimmbades „Auf der Bleiche“, des damaligen Hallenbades Remscheider Straße.

 

06.08.1908

Gründung des „Beamten-Wohnungsvereins zu Barmen“.

 

18.08.1908

Fabrikant Gustav Wittenstein stirbt in Barmen.

 

11.09.1908

Auflösung der „Barmer Stadttheater AG“.

 

04.12.1908

Helmut Thielicke, evangelischer Theologe, wird in Barmen geboren.

 

16.12.1908

Verlängerung der Straßenbahnstrecke Schwarzbach bis Haßlinghausen.

 

1909

Die 1901 bezogene Feuerwache am Heidter Berg 10 ist baulich komplett.

 

 

27.07.1911

Eröffnung der Städtischen Krankenanstalten an der Heusnerstraße. Baukosten: rund 5 Millionen Reichsmark. Es gibt Platz für 556 Betten, die in den folgenden zehn Jahren auf fast 700 aufgestockt werden.

 

01.09.1911

Die Barmer Straßenbahnstrecke wird über den Schlachthof hinaus bis Hatzfeld verlängert.

 

1912

Die Tradition, dass Beerdigungen am Sonntag stattfinden, wird beendet, um Totengräber nicht mehr arbeiten lassen zu müssen.

 

1912

In der Barmer Nordstadt (Wichelhaus-/Sedansberg) wird das katholische Rektorat St. Marien von der Gemeinde St. Antonius abgetrennt.

 

13.07.1912

Eine neue Straßenbahnlinie verkehrt auf der Strecke Wichlinghausen – Wupperfeld – Schillerstraße – Forsthaus.

 

31.12.1912

Die Zahnradbahn der Barmer Bergbahn AG zieht Bilanz: Gefahrene Kilometer 1906: 63.566, 1912 84.872, eine Zunahme von 35%.

 

1913

Abriss des alten Barmer vis-á-vis vom Postamt gelegenen (Reichs-)Bahnhofes.

 

1913

Beginn der Ausschachtungsarbeiten für das neue Barmer Rathaus, das später auch der Wuppertaler Verwaltung als Sitz dient.

 

1914

Der Unterbarmer Friedhof wird nach dem Vorbild des 1877 angelegten Ohlsdorfer Friedhofes in Hamburg erweitert.

 

Mai 1914    

Einweihung eines Alpengartens im oberen Fischertal, auf dem Gelände der Barmer Anlagen.

 

1914

Einweihung der von der Familie August Luhn gestifteten „Paulinenruhe“ im Barmer Wald, unweit des Höhenwegs, mit Blick ins Murmelbachtal.

 

06.02.1917

Nach einem Verschmelzungsvertrag der Handelskammern Barmen und Elberfeld wird Elberfeld Sitz der Kammer.

 

1919

Auf Lichtscheid entsteht die neue Katholische Kirchengemeinde St. Joseph, die später den Heiligen Christophorus als Pfarrpatron annimmt.

 

04.02.1919

Verbot des Karnevals durch den Elberfelder und Barmer Arbeiterrat.

 

01.05.1919  

Zusammenlegung der beiden Stadttheater Elberfeld und Barmen.

 

01.12.1919

Gründung der Stahl- und Eisenbaufirma C. & P. Joest.

 

05.08.1922: Langerfeld und Nächstebreck

Durch die Eingemeindung der beiden westfälischen Orte erreichte die Einwohnerzahl Barmens 1925 den höchsten Stand mit 187.100 Einwohnern. Barmen war die größte Stadt des Bergischen Landes und hatte die Schwesterstadt Elberfeld (167.600) uneinholbar überholt. Zum ersten Mal änderten sich die von Karl dem Großen festgelegten Barmer Grenzen. Die Langerfelder wehrten sich heftig gegen die Eingemeindung.

 

1922

Neue Glocken für die Unterbarmer Pauluskirche aus der Gießerei Ulrich in Apolda. Sie werden im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen.

 

 

1923

Eröffnung des Büro-Einrichtungshauses Röth.

 

1926

Die Krankenpflegeschule beim Petrus-Krankenhaus wird gegründet.

 

1924

Gründung des Wuppertaler Kanu-Clubs.

 

1924

Gründung des DRK-Zuges Beyenburg.

 

1924

Gründung der Firma Hans Kreis, Kunststoffe.

 

01.07.1924

Zusammenschluss der Konsumgenossenschaften „Befreiung“ (Elberfeld) und „Vorwärts“ (Barmen) zur „Vorwärts-Befreiung“.

 

12.11.1924

Fritz Coerper, Pastor, stirbt in Barmen.

 

1925

Gründung der Aufzugfirma Schmersal.

 

1925 

Eröffnung des Altenheims „Heim Abendfrieden“ am Diek.

 

16.06.1925

Zählung in Industrie und Handwerk: Von 123.395 Personen sind 58.337 im Bereich Textil und Bekleidung beschäftigt. Textil ist Spitze!

 

28.07.1925

Albert Molineus, Präsident der Industrie- und Handelskammer und gemeinsam mit Adolf Vorwerk Initiator der Barmer Bergbahn, stirbt in Barmen.

 

20.08.1925

Adolf Vorwerk, Unternehmer, Initiator der Bebauung des Toelleturm-Viertels und der Barmer Bergbahn, stirbt.

 

04.09.1925

Neue Autobuslinie Ostersbaum – Wichlinghausen – Rittershausen – Langerfeld – Pülsöhde.

 

1926

An der Liebigstraße wird nach Schützen- und Soldauer Straße der dritte Friedhof der Katholischen Gemeinde St. Antonius angelegt. Die erste Begräbnisstätte der Katholiken in Barmen war in und neben der Kirche, dann an der Dörner Brücke (heute Spielplatz vis-á-vis vom Kindergarten).

 

1926

Gründung der Kabelfabrik Muckenhaupt & Nusselt.

 

1926

Gründung der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft in (Wuppertal-)Barmen.

 

1926

Nachdem die ersten Begräbnisstätten an der ersten Antoniuskirche, an der Dörner Brücke (heute Spielplatz am katholischen Kindergarten zur Dörner Brücke), Schützenstraße und Soldauer Straße nicht mehr ausreichen, legt die katholische Gemeinde einen Friedhof an der Liebigstraße an.

 

07.08.1926

Neue Straßenbahnstrecken Gelpetal – Friedenshain und Barmen-Bergbahnhof am Toelleturm – Lichtscheid/Kapellen – Friedenshain.

 

28.02.1926

Neue Autobuslinie Rittershausen – Beyenburg.

 

 

01.04.1926

Eröffnung des Planetariums in den oberen Barmer Anlagen.

 

14.11.1926

Gründung des Quartettvereins „Liederfreunde Wichlinghausen“.

 

01.04.1927

Gründung der Autolackiererei Haarmann in Barmen.

 

13.04.1927

Georg Voigt, Barmer Oberbürgermeister, stirbt in Marburg.

 

15.04.1927

Autobusverbindung Barmen – Dönberg – Langenberg.

 

18.10.1927

Gründung der Gummibandweberei Artur Mönch in Langerfeld

 

20.10.1927

Die Forsthaus-Straßenbahn-Linie 4 fährt bis Toelleturm weiter.

 

1928

Nach Plänen des Kölner Instituts für religiöse Kunst wird ein Tabernakel angefertigt, das auch heute noch in St. Antonius steht. Es zeigt auf den Türen die „Verkündigung des Herrn“.

 

1928

Gründung des Kleingartenvereins „In der Böhle“.

 

1928

Gründung der Wuppertaler Taxi-Zentrale in Barmen.

 

1928

Eröffnung des Odin-Palast-Lichtspieltheaters an der Berliner Straße in Oberbarmen.

 

08.02.1928

Gründung der Möbelspedition Dahlhaus in Barmen.

 

02.06.1928

Gründung des Hatzfelder Sängerchores.

 

16.06.1928  

Gründung des Polizeichores Wuppertal.

 

05.07.1928

Gründung des Langerfelder Bürgervereins.

 

01.09.1928

Gründung der Firma Lünenschloß & Collenbusch in Barmen.

 

01.11.1928

Neue Buslinien: Barmen – Wipperfürth, Barmen – Beyenburg – Remscheid, Elberfeld – Ronsdorf– Lennep.

 

1929

Gründung der Barmer Billard-Freunde 1929.

 

1929

Gründung des Kleingartenvereins „Kahler Asten“ in Barmen.

 

1929

Aus dem „Vereinigten Stadttheater von Elberfeld und Barmen“ gehen beim Zusammenschluss der Städte die Wuppertaler Bühnen hervor.

 

03.04.1929

Gründung des Wuppertaler Spar- und Bauvereins.

 

 

10.07.1929

Der preußische Landtag beschließt die Gründung einer neuen Stadt, die sich später den Namen Wuppertal gibt. Barmen mit Langerfeld gehört wie Vohwinkel, Cronenberg, Elberfeld und Ronsdorf, dazu Beyenburg aus Lüttringhausen, zu den Gründungsstädten.

 

August 1929        

Gründung von „Rheingold-Reisen“.

 

01.08.1929

Landesgesetzlich bedingte Vereinigung von Barmen (mit Langerfeld), Beyenburg, Cronenberg, Elberfeld, Ronsdorf und Vohwinkel zu einer Großstadt an der Wupper.

 

 

01.09.1929

Tarifgemeinschaft zwischen Barmer und Elberfelder Bahnen. Ab 01.09.1930 gemeinsamer Tarif.

 

15.11.1929

Eröffnung des Sportgeschäftes Weidenbach in Oberbarmen.

 

Januar 1930

Fertigstellung der neuen Betriebszentrale der Konsumgenossenschaft „Vorwärts-Befreiung“ auf Clausen.

 

08.01.1930  

Gründung des Wupperverbandes.

 

05.05.1930

Schönstetter Marienschwestern nehmen ihren Dienst in der Katholischen Kirchengemeinde St. Antonius auf und leisten ihn bis 2005.

 

22.06.1930

Einweihung des Uthmann-Denkmals im Barmer Nordpark.

 

01.10.1930

Marienheim wird offiziell ein allgemeines Krankenhaus und später in den Klinikverbund „Kliniken St. Antonius“ integriert. Schließung 2004.

 

15.10.1930

Vollendung des 135 Meter hohen Schornsteins am Barmer Eltwerk am Clef, des höchsten Bauwerkes der Stadt.

 

1931 

Kohlentransport vom Kleinbahnhof Schlachthof über Alter Markt zum Eltwerk am Clef, da Versorgung über Eisenbahngleise nicht mehr möglich ist.

 

1931

Gründung der Firma Karl Dieckhoff, Krankenhaus-Textilien, in Langerfeld.

 

10.01.1931

Gründung des Unterbarmer Lyzeums.

 

Mai 1931

Gründung der Möbelschreinerei Hellwig in Wichlinghausen (später: Großer Grüner Möbelmarkt in Langerfeld).

 

Mai 1931

Eröffnung des „Wuppertaler Hofes“ als Hotel in der Winklerstraße, gegenüber vom Barmer Bahnhof.

 

17.05.1931  

Weihe der katholischen Kirche St. Marien auf dem Wichelhaus- bzw. Sedansberg.

 

31.08.1931

Bildung einer Theatergemeinschaft durch die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal.

 

11.11.1931  

Gründung des Einkaufsbüros Deutscher Eisenwarenhändler (EDE) in Langerfeld.

 

10.03.1932

Gründungsversammlung des Kleingartenvereins „Beuler Bach“ in Wichlinghausen.

06.05.1932

Gründung der Wuppertaler Theater GmbH.

 

05.08.1932

Conrad Ursprung, Unternehmer, stirbt in Wuppertal-Barmen.

 

12.09.1932

Zusammenschluss der Konzertgesellschaften Barmen und Elberfeld zur Wuppertaler Konzertgesellschaft.

 

10.10.1932

Gründung des Oberbarmer Orchesters.

 

21.11.1932

Leichtes „Erdbeben“ in Wuppertal.

 

25.12.1932

Hubert Pfeiffer, blinder Komponist, stirbt in Wuppertal. Nach ihm sind Straße und Platz in der Barmer Südstadt benannt.

 

1933

Gründung des Wuppertaler Rotary-Clubs.

 

1933

Fertigstellung der ersten 20 Häuser in der Siedlung Sondern bei Beyenburg.

 

1933 

Gründung des Wuppertaler Verkehrsvereins.

 

1933

Eröffnung des Tapezierfachgeschäftes Wasel in Langerfeld.

 

1933

Die Nationalsozialistische Partei Deutschlands (NSDAP) übernimmt mit „Reichsführer“ Adolf Hitler die politische Macht in Deutschland und geht als „Drittes Reich“ in die Weltgeschichte ein.

 

26.01.1933

Aufstellung eines Schreibmaschinenautomaten (Fernschreibers) in der Schalterhalle des Hauptpostamtes in Barmen.

 

30.01.1933  

Die Nationalsozialistische Partei Deutschlands (NSDAP) übernimmt mit ihrem zum Reichskanzler ernannten „Führer“ Adolf Hitler die politische Macht in Deutschland und geht als „Drittes Reich“ in die Weltgeschichte ein.

 

30.01.1933  

Mit der Machtergreifung durch Adolf Hitler beginnt die nationalsozialistische Zeit. Wuppertaler protestieren vor dem Barmer Rathaus gegen die NSDAP. Elf Schussverletzte gibt es am 19.02.1933 bei Zusammenstößen in Barmen. Die SS wütet und Bücher werden verbrannt.

 

1933

Die Nationalsozialistische Partei Deutschlands (NSDAP) beschlagnahmt Musikinstrumente des „Jünglingsvereins Montania“. Das Pfarrleben wird erschwert, Predigten überwacht, Vereine aufgelöst und Gruppenarbeit nur noch religiös zugelassen.

 

20.02.1933

Verbot der „Freiheit“, dem Organ der KPD.

 

27.02.1933

Verbot der „Freien Presse“, der Zeitung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD).

 

27.02.1933

Schließung des Gewerkschaftshauses in Unterbarmen.

 

27.03.1933

Gründung des Dachdeckerbetriebes Helmut Dauber in Barmen.

 

29.03.1933

Der Barmer Alexander Dahl erreicht mit seinem Freiballon die Rekordhöhe von 11.000 Metern.

31.03.1933

Der „Tägliche Anzeiger“, das amtliche Kreisblatt, stellt sein Erscheinen ein.

 

01.04.1933

Bücherverbrennungen auf dem Rathausvorplatz in Barmen und auf dem Elberfelder Brausenwerth.

 

01.04.1933

Beginn der Boykottmaßnahmen gegen jüdische Geschäfte.

 

14.05.1933

Gründung des Malerfachbetriebes Kannengießer in Barmen.

 

05.07.1933

Die SA eröffnet in einer alten Fabrik das Konzentrationslager Kemna, durch dessen Folterhölle bis zum 19.01.1934 4.000 politisch Verfolgte müssen.

 

05.07.1933

Einlieferung der ersten Häftlinge in das Konzentrationslager Kemna.

 

13.09.1933  

Gründung der Farben-Firma Becker in Barmen.

 

1934

Neue Orgel für die Pauluskirche. Lieferung durch Firma Walcker.

 

29.–31.05.1934

In der Gemarker Kirche tagen 139 Delegierte aus evangelischen Gemeinden in Deutschland und beschließen die „Barmer Theologische Erklärung“, als so genannte „Bekennende Kirche“, um sich von den Zielen der Nationalsozialistischen Partei und den „Deutschen Christen“ abzugrenzen.

 

1936

In der Zeit des Nationalsozialismus (Drittes Reich, NSDAP) Kampf um die Pauluskirche.

 

20.04.1936

Autobusverbindung Barmen-Hauptbahnhof – Nierenhof.

 

1938

In Düsseldorf wird Theo Löckenhoff geboren, von 1975 bis 2006 Pfarrer an St. Antonius und Herz Jesu.

 

17.07.1938

Das neue Sparkassengebäude im Werth wird seiner Bestimmung übergeben.

 

09.–10.11.1938

In der so genannten Reichspogromnacht (Reichskristallnacht) gehen auch die Barmer und Elberfelder Synagogen in Flammen auf und Friedhöfe werden geschändet.

 

1939

Die St. Antonius-Kirche wird renoviert und die gesamte Ausmalung von 1908/1909 entfernt.

 

01.01.1940

Gründung der Wuppertaler Bahnen AG durch Fusion der Wuppertaler Bergbahn AG, Talbahn AG, Schwebebahn AG und Bergische Kleinbahnen AG. Am 27.07.1940 Eintragung in das Handelsregister.

 

30. Mai 1943: Barmer Angriff  

Am 30. Mai starb das Alte Barmen. Der bis dahin erfolgreichste Angriff der Royal Air Force auf eine deutsche Stadt zerstörte insbesondere die Barmer Innenstadt und die Barmer Südstadt einschließlich des Toelleturm-Viertels. Rund 606 Tonnen Spreng- und 670 Tonnen Brandbomben erzeugten zum ersten Mal einen „Feuersturm“. Über 3.400 Tote. Die meisten von ihnen wurden in Massengräbern beerdigt

 

30.05.1943

Verzweifelte Menschen bleiben auf dem Weg zur Wupper im fußtief ausgeweichten Asphalt stecken und verbrennen. Innerhalb von 80 Minuten liegt Barmen in Schutt und Asche. Die 3.400 Toten werden in Massen-gräbern auf den Friedhöfen Norrenberg, Unterbarmen und Liebigstraße beigesetzt. Aus der Gemeinde St. Antonius kommen allein 600 Menschen um. Die Zahl der Katholiken ist von 12.000 auf 2.000 reduziert.

 

 

 

 

25. Juni 1943: Elberfelder Angriff

Am 25. Juni starb das Alte Elberfeld. Wie in Barmen traf es insbesondere die Innenstadt und die (Elberfelder) Südstadt. Der Angriff war ähnlich furchtbar wie der Barmer Angriff. Aber die Elberfelder nutzten die Tage seit dem 30. Mai und waren besser vorbereitet. Dadurch starben ‚nur‘ etwa 1.900 Menschen. Die meisten vonihnen wurden in Massengräbern beerdigt.

 

18.06.1943

Trauerfeier für die Opfer der Bombenangriffe auf Barmen und Ronsdorf am 30.05.1943 in der Elberfelder Stadthalle, weil die Barmer Stadthalle nur noch eine Ruine ist.

 

08.08.1944

Generaloberst Erich Hoepner, der einige Zeit an der Adolf-Vorwerk-Straße am Toelleturm gewohnt hat, wird als Widerstandskämpfer in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

 

14.11.1944

Bernhard Letterhaus, in Barmen geborener Widerstandskämpfer, wird in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

 

1945

Als erste Stadt Westdeutschlands eröffnet Wuppertal wieder zwei Bühnen: die Stadthalle auf dem Johannisberg und den Festsaal der „Union“ in Unterbarmen.

 

 

08.03.1945

Luftangriffe auf Barmen und Elberfeld.

 

13.03.1945

Luftangriff auf Oberbarmen, Heckinghausen und Langerfeld. 700 Menschen sterben.

 

15.03.1945

Es gibt kaum noch Wasser, weil die Versorgung zusammengebrochen ist.

 

19.03.1945

Luftangriff auf Oberbarmen und Langerfeld.

 

22.03.1945

Aufruf zum Volkssturm. Alle Männer im Alter von 16 bis 60 Jahren sind aufgefordert, sich zu melden.

 

09.04.1945  

Noch einmal werden die Lebensmittelzuteilungen gekürzt. Die tägliche Kalorienmenge ist auf 1.070 festgesetzt.

 

13.04.1945: Letzter Bombenangriff

Wuppertal liegt am Rande des „Ruhrkessels“, den amerikanische, britische und kanadische Truppen erobern. Permanente Tieffliegerangriffe.

 

14.04.1945

Es gibt Plünderungen und Überfälle. Die Ordnung löst sich auf.

 

15.04.1945

Die ersten amerikanischen Soldaten treffen in Ronsdorf und Langerfeld ein.

 

15.04.1945

Die Schwebebahn stellt Betrieb vorläufig ein. Amerikanische Besatzungstruppen übernehmen die Bergbahn und sperren sie bis 20.06.1945.

 

16.04.1945: Amerikaner in Wuppertal

Die 78th US-Infantry Division „Lightning“ besetzte kampflos ganz Wuppertal. Für die 250.000 in Wuppertal lebenden Menschen war es eine Erlösung und wurde von der Mehrheit als Befreiung und auch als ihr individuelles Kriegsende erlebt. Zum Glück akzeptierte die NS-Führung von Partei und Stadtverwaltung das US-Kapitulationsangebot vom 15. April, und alle deutschen Truppen räumten Wuppertal.

 

16.04.1945: Bilanz des Krieges

10.000 bis 12.000 Wuppertaler Soldaten waren gefallen oder in der Kriegsgefangenschaft gestorben. Durch die Luftangriffe starben über 6.000 Wuppertaler. Von 138.800 Wohnungen waren 42.000 „total zerstört“ und 14.700 „schwer zerstört“, nur 51.000 „nicht beschädigt“. Von den Industriegebäuden waren 4.554 (25,9 Prozent) zerstört. 6,5 Millionen Kubikmeter Trümmerschutt.

 

01.05.1945

Wuppertal zählt etwa 260.000 Einwohner, davon nach amtlichen Angaben 58.000 hilfsbedürftige Personen. Die Einwohnerzahl steigt bis 31.12.1945 auf 312.000.

 

04.05.1945  

Die Militärregierung setzt Eugen Thomas als Oberbürgermeister ein.

 

07.05.1945

Die Wuppertaler Polizei leistet wieder Dienst in Uniform.

 

 

12.05.1945  

Die Militärregierung hebt die Verdunkelungsvorschriften auf. Die Ausgehzeit ist auf die Zeit von 5 bis 21 Uhr beschränkt.

 

21.05.1945

Die neuen Lebensmittelrationen beschränken die tägliche Kalorienmenge auf 1.050.

 

26.05.1945

Die ersten Straßenbahnlinien nehmen den Betrieb wieder auf. Die Schwebebahn pendelt zwischen den Haltestellen Bruch und Tannenberger Straße (später Robert-Daum-Platz).

 

30.05.1945  

Einrichtung einer Betreuungsstelle für Kriegsgefangene.

 

31.05.1945

Die Versorgung mit Strom und Wasser funktioniert weitgehend. Die Gasversorgung ist besonders in Elberfeld noch nicht ausreichend.

 

21.10.1945

Beginn von Schauspielaufführungen in einem Saal des „Union“-Gebäudes an der Friedrich-Engels-Allee.

 

31.12.1945

In Wuppertal werden 312.000 Einwohner gezählt.

 

21.04.1946

Gesamter Rundverkehr der Schwebebahn wird wieder aufgenommen.

 

25.09.1946  

Wieder voller Betrieb aller Straßenbahnen.

 

25.03.1947

In Wuppertal ist nach dem harten Winter 1946/47 die Versorgungslage katastrophal, denn es gibt wenig Brot und viel Hunger. Pro Woche erhält ein Erwachsener dreieinhalb Pfund Brot, aber kein Fleisch, kein Fett und keine Nährstoffe. 35.000 Menschen treffen sich nach einem Gewerkschaftsaufruf auf der Friedrich-Engels-Allee zu einer Hungerdemonstration. Oberbürgermeister Robert Daum appelliert an die Weltöffentlichkeit: „Übt Menschlichkeit“.

 

1948

Großer Gerichtsprozess gegen die Mitglieder der Wachmannschaft des Konzentrationslagers Kemna.

 

1948

Gründung der „Unitarischen Gemeinde Wuppertal“.

 

1948

Pater des Jesuitenordens halten in St. Antonius Gemeindemission. Die Kirche wird mit einem Flachdach versehen und profisorisch aufgebaut.

 

28.01.1948

Heinrich K. Janssen aus Barmen und Auswanderer, Mitbegründer der Carl-Schurz-Gesellschaft, stirbt in Reading/USA.

 

01.03.1948

Städtische Werke werden in die Wuppertaler Bahnen AG eingegliedert. Daraus entsteht die Wuppertaler Stadtwerke AG.

 

 

03.05.1948

Eröffnung des Abendgymnasiums.

 

24.03.1949

Ernst Vesper, Mitbegründer und Direktor der Barmer Ersatzkasse, stirbt in Wuppertal.

 

25.03.1949

Ferdinand Thun, Mitbegründer der Carl-Schurz-Gesellschaft und erster Präsident, in Reading/USA gestorben.

 

01.10.1949

Umstellung der Linie Oberbarmen – Beyenburg auf Obusbetrieb (Bus mit Oberleitung).

 

16.10.1949

Einführung der Linie 14 Weiherstraße – Toelleturm.

 

21.07.1950

Elefantenbaby Tuffi aus dem Zirkus Althoff erschrickt sich bei einer Werbefahrt mit der Schwebebahn zwischen den Stationen Alter Markt und Adlerbrücke und springt aus dem fahrenden Wagen in die Wupper. Der kleine Elefant bleibt aber unverletzt.

 

03.09.1950

Wiedereröffnung des Toelleturms.

 

25.10.1950

„Das Podium“ in der Ruine des Barmer Theaters wird als Zimmertheater eingerichtet.

 

27.11.1950

Die Schwebebahn erhält neue Wagen.

 

1951

Professor Gerhard Domagk, Chemiker des Bayer-Werkes und Nobelpreisträger für Medizin, erhält die Auszeichnung als Ehrenbürger der Stadt Wuppertal.

 

1951

Das Pfarrhaus der Katholischen Kirchengemeinde St. Antonius wird an alter Stelle wieder aufgebaut.

 

18.02.1951

Eröffnung des Europa-Lichtspieltheaters am Alten Markt.

 

08.03.1951

Eröffnung des Astoria-Lichtspieltheaters in Langerfeld.

 

13.03.1951

Carl Neumann, Fabrikant, gestorben.

 

12.05.1951

An jenem Samstag vor Pfingsten versammeln sich katholische Gläubige zum letzten Mal in und vor der Notkirche im Kindergarten Zur Dörner Brücke und begleiten das Allerheiligste in feierlicher Prozession zur notdürftig wieder hergestellten Pfarrkirche St. Antonius.

 

13.05.1951

Ab Pfingstmontag wird nach der Kriegszerstörung am 29./30.05.1943 wieder Gottesdienst in der katholischen Antoniuskirche am Steinweg gefeiert.

 

03.06.1951

Einweihung des Sportplatzes „Am gelben Sprung“.

 

November 1951

Die Stadthallenruine an der Lichtenplatzer Straße wird gesprengt.

 

02.12.1951

Einweihung der katholischen Kirche St. Konrad an der Hatzfelder Straße.

 

1952

Gründung der Wuppertaler Münzfreunde.

 

27.01.1952

Beginn der Umstellung von Straßenbahnen auf Omnisbusverkehr und der Einführung des Einmannbetriebes (Verzicht auf Schaffner).

 

Juni 1952

Letzte Abrissarbeiten an der Barmer Stadthalle.

 

07.08.1952

Gottfried Walter Dicke, unter dem Pseudonym Waldemar von Wichelkus Mundartdichter, stirbt in Wuppertal.

 

1953

Der Barmer Fabrikant und Ehrenpräsident der IHK, Rudolf Ziersch, erhält als erster Wuppertaler das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

 

1953

Neben dem Schwebebahnhof Alter Markt (Rathausbrücke) wird das auf dem Platz eines 1943 zerbombten Kinos neu errichtete Lichtspieltheater „Lichtburg“ eröffnet.

 

17.05.1953

Neue ÖPNV-Linienführung, u.a. der Straßenbahnlinie 30 vom Bergbahnhof am Toelleturm nach Friedenshain.

 

09.06.1953

Erster Einsatz von Schülerlotsen in Wuppertal.

 

16.07.1953

Das Teilstück der neuen Talstraße zwischen Alter Markt und Werther Brücke, Höhne genannt, wird dem Verkehr übergeben.

 

21.07.1953

Aufstellung der Steinskulptur „Spielende Kinder“ am Völklinger Platz.

 

25.07.1953

Offizielle Übernahme der Patenschaft für die Stadt und den Landkreis Liegnitz im heute polnischen Schlesien.

 

13.09.1953

Gründung der „Dörpfeld-Stiftung“.

 

30.10.1953

Eröffnung des Olympia-Lichtspieltheaters in der Tütersburg, in der Nähe des Wichlinghauser Marktes.

 

Januar 1954

Beginn einer staubfreien Müllabfuhr in Wuppertal.

 

14.01.1954

Wiedereröffnung des Kinos „Lichtburg“ am Alten Markt.

 

05.02.1954  

Eröffnung des Studio-Lichtspieltheaters im Fita-Palast in Barmen.

 

08.03.1954

Erste Protestversammlung gegen die geplante Stilllegung der Barmer Bergbahn (Zahnradbahn Am Clef – Toelleturm).

 

18.08.1954  

Neue Straßenbahnlinie 14, Toelleturm – Opernhaus.

 

28.09.1954

Enthüllung der Bronzeplastik „Knabe mit Taube“ in den unteren Barmer Anlagen.

 

Dezember 1954

Eröffnung des ersten Wohn-Hochhauses (12 Etagen) in Barmen.

 

1955

Gründung eines Ortsverbandes des „Deutschen Kinderschutz-Bundes“.

 

1955

Gründung des Vereins „Lions-Club Wuppertal“.

Februar 1955

Beginn der 5-Tage-Arbeitswoche in Wuppertal.

 

25.02.1955

August Mittelsten Scheid, Unternehmer (Vorwerk & Co.), stirbt in Wipperfürth.

 

05.03.1955

Gemeinsam mit einigen Sportkameraden gründet Manfred Schmitz den Betriebssportverein SG Rot-Weiß Hilgershöhe. Die erste sportliche Heimat zum Fußballspielen ist „Schneiders Wiese“. Erster Vorsitzender ist Heinz Meis, während Schmitz den Club von 1985 bis 2001 führt.

 

19.05.1955  

Erster Gottesdienst in der neu errichteten Gemarker Kirche.

 

24.05.1955

Einweihung der neuen Volksschule Rathenaustraße. Spätere Anschrift nach Erweiterung: Matthäusstraße.

 

17.09.1955

Die Barmer Gemeinde der „Siebente-Tags-Adventisten“ weiht im Mühlenweg ihre neue Kapelle ein.

 

04.10.1955

Gründung des Lions Club Wuppertal in Barmen: der Gründungspräsident ist Ludwig Graf von Armansperg.

 

12.11.1955

Robert Tillmanns, Bundesminister, stirbt in Berlin.

 

12.11.1955

Offizielle Eröffnung des „Hauses des Handwerks“ in der Haspeler Straße.

 

27.11.1955

Einweihung des Heimkehrer-Mahnmals im Barmer Nordpark.

 

1956

Der Kirchturm der Antoniuskirche wird nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Willy Weyres im Stil westfälischer Romanik wieder aufgebaut. Bis 1963 werden fünf Bronzeglocken von der Firma Schilling in Heidelberg beschafft, die stimmlich mit dem benachbarten evangelischen Gemarker Geläut abgestimmt sind.

 

1956 

Eröffnung der Kinderklinik auf dem Gelände der Städtischen Krankenanstalten an der Heusnerstraße.

 

1956

Wiedereröffnung des Barmer Opernhauses.

 

1956

Drei neue Glocken für die Pauluskirche aus der Glockengießerei Gebr. Rincker in Sinn.

 

15.02.1956

Die Katholische Kirchengemeinde St. Konrad auf Hatzfeld wird selbstständig.

 

16.02.1956

Mit minus 23 Grad neuer Kälterekord in Wuppertal.

25.05.1956

Offizielle Eröffnung des städtischen Altenheimes in der Schubertstraße(spätere Adresse: Brucknerweg), in der Barmer Südstadt, am Rande des Barmer Waldes.

 

30.05.1956

Einweihung des Kindergartens der evangelischen Gemeinde Unterbarmen in der Carnaper Straße.

 

14.06.1956

Die Barmer Ersatzkasse kehrt mit ihrer Hauptverwaltung nach Wuppertal zurück und bezieht ihr neues Verwaltungsgebäude auf dem Gelände der früheren Barmer Stadthalle in den Barmer Anlagen. Adresse: Untere Lichtenplatzer Straße 100-–102.

 

Juli 1956

Ausgabenbeginn der neuen Kraftfahrzeugkennzeichen.

 

15.08.1956

Vier neue Glocken werden durch Pfarrer Hermkes von Herz Jesu geweiht, nachdem der Kirchturm von St. Antonius in Barmen nach Plänen des Kölner Dombaumeisters im Stil westfälischer Romanik aufgebaut worden ist.

 

14.09.1956

Einweihung des Versorgungsamtes in der Haspeler Schulstraße, Ecke Friedrich-Engels-Allee.

 

14.09.1956

Offizielle Eröffnung des Milchhofes auf Clausen, der zuvor an der Mohrenstraße in Heckinghausen angesiedelt war.

 

14.09.1956  

Offizielle Einweihung der Jugendherberge an der Oberen Lichtenplatzer Straße 70.

 

16.09.1956

Einweihung der Kirche der Christengemeinschaft in der Schloßstraße.

 

15.10.1956

Erste Opernvorstellung im wieder aufgebauten Barmer Opernhaus.

 

17.10.1956

Auf dem Gelände der städtischen Kliniken an der Heusnerstraße wird ein neunstöckiger Hochbau mit 200 Betten als modernste Kinderklinik Deutschlands eröffnet.

 

31.10.1956  

Gründung des Vereins Schmalfilm- und Videofreunde Wichlinghausen.

 

11.11.1956

Einweihung des Kolpinghauses an der Bernhard-Letterhaus-Straße.

 

23.11.1956

Eröffnung des Heli-Lichtspieltheaters an der Werléstraße in Heckinghausen.

 

25.11.1956

Einweihung der katholischen Kirche St. Christophorus am Schliemannweg auf Lichtscheid.

 

14.12.1956

Freigabe der neuen Wupperbrücke für Fußgänger und Radfahrer in Laaken.

 

1957

Einführung des Polizeinotrufes „111“ in Wuppertal.

 

03.01.1957

Inbetriebnahme des ersten anderthalbstöckigen Oberleitungs-Busses.

 

21.01.1957

Erste Musterung im Kreiswehrersatzamt für die Bundeswehr.

 

23.02.1957

Offizielle Einweihung des evangelischen Gemeindezentrums in der Martin-Luther-Straße.

 

04.03.1957

Eröffnung der Zweigstelle Beyenburg der Stadtbibliothek.

 

23.05.1957

Gründung des Stadtverbandes der Bürger- und Bezirksvereine Wuppertal in Barmen im Wuppertaler Hof. Der Gründungsvorsitzende ist Dr. Wilhelm Klugmann vom Bürgerverein Rittershausen.

 

06.04.1957

Eröffnung der Fußgängerbrücke über den Beyenburger Stausee.

 

05.05.1957

Temperaturen unter 0 Grad, vereinzelt Schneefälle.

 

23.05.1957

Gründung des „Stadtverbandes der Bürger- und Bezirksvereine Wuppertals“.


30.05.1957

Einweihung des neuen Friedhofes der evangelischen Gemeinde in Laaken-Blombacherbach.

 

02.06.1957

Straßenbahn befährt die Höhne statt dem Werth.

 

16.06.1957

Einweihung des evangelischen Kindergartens an der Gosenburg.

 

19.06.1957

Offizielle Einweihung der Volksschule an der Gewerbeschulstraße.

 

26.06.1957

Landung des ersten Motorflugzeuges nach dem Zweiten Weltkrieg in Wuppertal.

 

Juli 1957

Die letzten Bunkerbewohner verlassen ihre Notunterkunft.

 

04.07.1957

34,8 Grad im Schatten bedeuten einen neuen Hitzerekord in Wuppertal.

 

23.09.1957

Schlimmstes Sommerhochwasser der Wupper seit 75 Jahren.

 

26.10.1957

Inbetriebnahme der neuen Telefonzentrale im Wuppertaler Rathaus in Barmen.

 

27.10.1957

Einweihung des neuen evangelischen Gemeindezentrums in der Rübenstraße, das später den Namen Paul-Gerhardt-Haus erhält.

 

30.10.1957

Inbetriebnahme des ersten Fernwahl-Münzfernsprechers auf dem Alten Markt.